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What I tell you… and what I don’t

I tell you that we are good friends,

but I don’t tell you that I don’t want to be your friend.

 

I tell you that I’m sorry about your breakup,

but I don’t tell you that I’m glad.

 

I tell you that you didn’t change,

but I don’t tell you that I’m happy about it.

 

I tell you that I know you,

but I don’t tell you that you don’t know me.

 

I tell you that you look okay,

but I don’t tell you that you are stunning.

 

I tell you that I’m always honest,

but I don’t tell you about my innermost feelings.

 

I tell you that it’s okay you don’t have much time for me,

but I don’t tell you that I cry every time you leave.

 

I tell you that you mean nothing,

but I don’t tell you about the butterflies in my tummy.

 

I tell you that I almost forgot you,

but I don’t tell you that I think about you every minute.

 

I tell you that I want you to be happy,

but I don’t tell you that I want you to be happy with me.

 

I tell you that I don’t love you anymore,

but I do.

22.6.11 00:17


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Für immer

Regen tropft aus meinen Haaren auf mein Gesicht und meine linke Socke fühlt sich etwas feucht an. Aber daran habe ich mich schon so gewöhnt, dass ich es nicht mehr bewusst wahrnehme. Ich schaue Jonathan zu, wie er seinen Scooter zu den anderen legt, sich zu mir umdreht und mich fragend anschaut. Ich nicke und lächele ihn an. Er strahlt zurück. Er läuft auf mich zu, nimmt meine Hand und wir gehen auf den Schulhof. Mit der linken Hand schiebe ich den Kinderwagen, in dem Abigail sitzt und jammert, weil sie das Regenverdeck nicht leiden kann. Vor der Schultür angekommen stelle ich den Kinderwagen ab und gehe daneben in die Hocke. Jonathan nimmt seine Lunchbox, seine Sporttasche und seine Schultasche heraus. Ich bin stolz, er hat an alles gedacht. Meine Erziehung zeigt Früchte. Er wendet sich ab und will gerade in die Schule laufen.

„Jonathan, hast du nicht etwas vergessen?“ frage ich ihn liebevoll und hebe das Regenverdeck hoch. „Bye, Abigail“. Er umarmt seine kleine Schwester und will gerade loslaufen, als ihn mein Räuspern erneut aufhält. Wieder dreht er sich um, kommt auf mich zu und drückt mir einen feuchten Kuss auf die Wange. Ich kann es nicht unterlassen ihn fest in die Arme zu schließen und durch sein Haar zu wuscheln. Ich schaue ihm noch hinterher, bis die Tür sich hinter ihm schließt und richte mich wieder auf. Es hat aufgehört zu regnen. Ich schnalle Abigail aus ihrem Kinderwagen los und sie kann es kaum abwarten rauszuspringen. Der Weg nach Hause zieht sich in die Länge, weil Abigail ihre Neugierde stillen will. Jedes Blatt, jeder Stein und jedes Tier wird von ihr begutachtet. Nach einer Weile läuft sie zufrieden mit ihren kurzen Beinchen neben mir her. Plötzlich bleibt sie stehen und schaut mich mit großen Augen an. Ich halte an. „Was ist los, Darling?“ - „Du bist meine Julie, für immer.“ Ich lege meine Hand auf ihren Kopf. „Und du bleibst mein kleiner Pumpkin – für immer.“

Sie legt ihre winzige, weiche, warme Hand in meine und ich umschließe sie fest. Für immer.

 

22.6.11 00:40


Die Veränderung

Sein Blick fiel auf den Tisch mit den Namensschildern. Nur wenige lagen doch darauf, also waren die Meisten gekommen. Wie immer. Ihr Schild fehle, also war sie schon da.

„Willkommen zurück am Goethe-Gymnasium. Darf ich Ihnen einen Sekt anbieten?“ Arme Oberstuflerin, dachte er, muss ihre Zeit mit alten Säcken verschwenden, die ihren Abschluss schon länger hinter sich gebracht haben als sie alt ist. Er nahm das Glas und betrat unauffällig die Schulsporthalle. Es hatte sich auch dieses Jahr nichts verändert. Alles wie früher. Er ließ seine Augen langsam umherschweifen, um sich einen Überblick zu schaffen. Die alten Cliquen standen zusammen und tuschelten. Jeder hatte ein Lächeln auf den Lippen, aber Verbitterung in den Augen. Auch das war unverändert.

Da sah er sie. Schön, wie eh und je. Alleine. Sie konnte ihn jedoch nicht sehen, die Ecke in der er stand war unbeleuchtet. Nach kurzem Zögern ging er mit langen Schritten auf sie zu.

„Hallo.“ Ihr Lächeln erfror. „Hallo.“ Beide schwiegen. Es gab zu viel zu sagen, aber zu wenige Worte dafür. „Wie geht es deinem Mann?“ – „Gut. Danke. Und dir?“ – „Gut. Wo treffen wir uns später?“ – „Mein Mann ist dieses Jahr auch hier.“ – „Oh.“

Er drehte sich um und ging weg. Es hatte sich doch etwas verändert.

22.6.11 00:45


Das Klassentreffen

Ein Brief:

Liebe Miriam,

 

wie geht es dir? Wie schade, dass du nicht am Klassentreffen teilnehmen konntest. Du hast gefehlt, sonst wäre es perfekt gewesen. Dann wäre es wie früher, als wir den anderen beim feiern zugeschaut haben und uns unterhalten haben.

Dieses Jahr war die Halle viel aufwendiger geschmückt als sonst. Rosa-rot ist natürlich Geschmackssache, aber die Verantwortlichen haben sich bestimmt viel Mühe gegeben. Das hat man gemerkt. Empfangen wurde man mit einem Glas Sekt. Eigentlich bin ich ja nicht so der Alkohol-Trinker – war ich noch nie – aber diesen Sekt kauft mein Mann auch immer bei Aldi und deshalb wusste ich, dass er mir schmeckt.

Es sind auch dieses Jahr fast alle gekommen; das mit dem Herzinfarkt von Holger hast du sicher mitbekommen. Es wurde ein schwarz gerahmtes Bild von ihm in eine Ecke gestellt, aber keiner hat sich den dadurch verursachten Schmerz anmerken lassen. Ich bin mir sicher, dass alle hinter ihrem Lachen auch ständig an die bemitleidenswerte Frau von ihm denken mussten. So herzlos ist doch keiner. Aber den Miesepeter will man ja auch nicht spielen.

Kannst du glauben, dass André endlich verheiratet ist? Seine Frau ist Asiatin, die hat er sicher irgendwann im Urlaub kennengelernt. Sie ist sehr nett, jedenfalls von weitem. Die beiden waren ständig im Gespräch und ich wollte sie nicht unterbrechen. Ich hab sie einfach von einer Ecke aus beobachtet und sie wirkte… nett.

Als ich mir ein Mineralwasser geholt habe konnte ich mithören, dass Simona geschieden ist. Die arme, nach gerade einem Jahr Ehe alles vorbei. Ich bewundere sie, wie sie das mit der Kleinen alleine schafft. Als ich sie ermutigend angelächelt habe, sind sie und Bianca schnell verschwunden. Bestimmt ins Bad, sich frisch machen.

Bianca machte nicht den Eindruck, als ob ihr Simonas Scheidung zu Herzen geht. Es wirkte eher so, als ob sie froh war eine Mitleidende zu finden. Ihre Bemerkung, Simona solle sich nicht so anstellen, war sicher nur lieb gemeint. Wer etwas selbst durchgemacht hat kann auch den besten Rat geben, denke ich mal. Bianca sieht ziemlich mager aus, ich glaube sie hat sich ihren… naja, du weißt schon… vergrößern lassen. Aber etwas Luxus hat sie ja verdient, nachdem ihr Freund sie verlassen hat. War auch nicht richtig von ihm, seine schwangere Freundin im Stich zu lassen, nur weil sie sich nicht sicher war, ob er der Vater sei. Er hätte sie wirklich heiraten sollen.

Sonst habe ich nichts Interessantes mitbekommen, in der Ecke in der ich stand konnte ich nicht viel hören.

Ach Miriam, du hättest bei dem Treffen dabei sein sollen! Es wurde getanzt, getrunken und gelacht. Das zu beobachten war wirklich eine Freude, dir hätte es auch gefallen!

Und ich hätte gerne jemanden zum reden gehabt.

 

Liebe Grüße

Maike

22.6.11 00:47





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