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Für immer

Regen tropft aus meinen Haaren auf mein Gesicht und meine linke Socke fühlt sich etwas feucht an. Aber daran habe ich mich schon so gewöhnt, dass ich es nicht mehr bewusst wahrnehme. Ich schaue Jonathan zu, wie er seinen Scooter zu den anderen legt, sich zu mir umdreht und mich fragend anschaut. Ich nicke und lächele ihn an. Er strahlt zurück. Er läuft auf mich zu, nimmt meine Hand und wir gehen auf den Schulhof. Mit der linken Hand schiebe ich den Kinderwagen, in dem Abigail sitzt und jammert, weil sie das Regenverdeck nicht leiden kann. Vor der Schultür angekommen stelle ich den Kinderwagen ab und gehe daneben in die Hocke. Jonathan nimmt seine Lunchbox, seine Sporttasche und seine Schultasche heraus. Ich bin stolz, er hat an alles gedacht. Meine Erziehung zeigt Früchte. Er wendet sich ab und will gerade in die Schule laufen.

„Jonathan, hast du nicht etwas vergessen?“ frage ich ihn liebevoll und hebe das Regenverdeck hoch. „Bye, Abigail“. Er umarmt seine kleine Schwester und will gerade loslaufen, als ihn mein Räuspern erneut aufhält. Wieder dreht er sich um, kommt auf mich zu und drückt mir einen feuchten Kuss auf die Wange. Ich kann es nicht unterlassen ihn fest in die Arme zu schließen und durch sein Haar zu wuscheln. Ich schaue ihm noch hinterher, bis die Tür sich hinter ihm schließt und richte mich wieder auf. Es hat aufgehört zu regnen. Ich schnalle Abigail aus ihrem Kinderwagen los und sie kann es kaum abwarten rauszuspringen. Der Weg nach Hause zieht sich in die Länge, weil Abigail ihre Neugierde stillen will. Jedes Blatt, jeder Stein und jedes Tier wird von ihr begutachtet. Nach einer Weile läuft sie zufrieden mit ihren kurzen Beinchen neben mir her. Plötzlich bleibt sie stehen und schaut mich mit großen Augen an. Ich halte an. „Was ist los, Darling?“ - „Du bist meine Julie, für immer.“ Ich lege meine Hand auf ihren Kopf. „Und du bleibst mein kleiner Pumpkin – für immer.“

Sie legt ihre winzige, weiche, warme Hand in meine und ich umschließe sie fest. Für immer.

 

22.6.11 00:40
 


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